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Kurz erklärt
As-built bedeutet: dokumentiert wird, was tatsächlich gebaut wurde, nicht nur, was geplant war. Im Glasfasernetz umfasst das Trassen, Rohre, Muffen, Netzverteiler, Kabel, Faserbelegungen und technische Verbindungen. Diese Daten müssen räumlich und logisch zusammenpassen.
Wie funktioniert es in der Praxis?
Eine GIS-Linie ohne belastbare Attribute hilft bei Reparaturen nur eingeschränkt. Genaue Lage, verwendetes Bezugssystem, Zuordnung der Komponenten und ein nachvollziehbarer Änderungsstand sind wichtig. Messprotokolle und Faserpläne gehören oft zur selben Übergabe.
Der Ablauf in vier Schritten
- Trassenlage und Bauwerke mit geeigneten Messmethoden aufnehmen.
- Rohrbelegung und Faserrouting anhand der Montageberichte abgleichen.
- Port- und Muffenkennzeichnung in den Datenbestand übernehmen.
- Plausibilitätsprüfungen auf Lücken, Dubletten und widersprüchliche Verbindungen durchführen.
- Versionierten Datenstand für Netzbetrieb und Abnahme bereitstellen.
Beispiel aus dem Arbeitsalltag
Der Plan zeigt ein Kabel auf der richtigen Straßenseite, aber die Fasern sind einer falschen Muffe zugeordnet. Für eine Entstörung kann das genauso problematisch sein wie ein Lagefehler.
Häufiger Fehler oder wichtiger Hinweis
Bestandsdokumentation ist nicht dasselbe wie ein Fotobericht. Bilder ergänzen strukturierte Daten, ersetzen sie aber nicht.
Oft gefragt: Warum brauchen wir Faserrouting in einem GIS?
Weil bei Störungen erkennbar sein muss, über welche realen Leitungsabschnitte und Verbindungspunkte ein bestimmter Anschluss geführt wird.
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